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08.11.2017 - 30.04.2018 [81]

BIG DAY Tandem-Start in Klagenfurt

Der „Big Day“ in Klagenfurt markiert den Auftakt zum Programmstart des ältesten Mentoringprogramms der Welt in Kärnten. Hier kommt es zum ersten Kennenlernen zwischen den ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, Studentinnen der Alpen Adria Universität, und ihren Mentees, Volksschulkindern der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Kärnten. 

ERSTE Stiftung und Privatstiftung Kärntner Sparkasse unterstützen gemeinsam das Schulmentoringprogramm von „Big Brothers Big Sisters“ in Kärnten. Ziel der Kooperation ist die Förderung von Volksschulkindern in herausfordernden Lebenssituationen durch ein individuelles 1:1-Mentoring-Programm.

Mag. Maribel Königer (ERSTE Stiftung):  Wir beteiligen uns bei „Big Brothers Big Sisters“ schon seit einigen Jahren. Überzeugt hat uns nicht nur, dass Kinder und Jugendliche freundschaftliche Unterstützung und Motivation erhalten, die im Elternhaus aus verschiedensten Gründen manchmal nicht geleistet werden kann. Inklusion bedeutet hier auch, dass im Prinzip jede/r mitmachen und Mentor oder Mentorin werden kann. Seit einem Jahr bin ich selbst Mentorin! Mein Mentee und ich fühlen uns beide durch die gemeinsam verbrachte Zeit bereichert, wir nehmen beide etwas Wichtiges für unser Leben mit.“

Mag. Johann Krainer (Privatstiftung Kärntner Sparkasse): Dem Gründungsgedanken der Kärntner Sparkasse „Hilfe zur Selbsthilfe“ treu bleibend, fühlt sich die Privatstiftung den Menschen in Kärnten verpflichtet. So werden jährlich hunderte Projekte und Initiativen in Kärnten mit bedeutenden Mitteln unterstützt. Viele Projekte im Bereichen Kultur, Soziales, Wissenschaft, Forschung, Innovation und Wirtschaft könnten ohne diese Fördertätigkeit nicht umgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Förderung der Jugend, bei der u.a. neben Schulprojekten, Förderungen der Pädagogischen Hochschule und der Universität Klagenfurt auch das Projekt „Big Brothers Big Sisters“ unterstützt wurde. Ich wünsche allen Beteiligen einen guten Start bei diesem Mentoringprogramm.

Dr. Wilhelm Kraetschmer (Österreichischer Sparkassenverband): Die heimischen Sparkassen sind mehr als Banken, sie tragen gemäß ihrem Gründungsauftrag seit fast 200 Jahren aktiv zum Gemeinwohl und zur Weiterentwicklung in ihren Regionen bei. Big Brothers Big Sisters passt perfekt zu ihrem Fokus, da diese Initiative sowohl Vorteile für Kinder und MentorInnen bietet, als auch positive Effekte für die Familien und die Gesellschaft zeitigt. Mehr Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und der Austausch über Generationen werden gefördert und tragen zudem zu verbesserter Integration in Österreich bei. Ein soziales Vorzeigeprojekt, das die Sparkassen daher sehr gerne unterstützen.

Prof. Dr. Roswitha Langmeier (Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Kärnten, Viktor Frankl Hochschule): Wir stehen für sinnstiftendes Lernen mittels potenzial-fokussierter Pädagogik. Daher freue ich mich besonders über unsere Kooperation mit Big Brothers Big Sisters Österreich und das Gelingen des Big Brothers Big Sisters Schulmentorings in Klagenfurt, in Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität. Der Mentoring-Ansatz zeigt, dass Haltungen im Miteinander konkret gelebt werden können.

Prof. Dr. Barbara Hanfstingl (Alpen-Adria-Universität): „Durch das Programm von Big Brothers Big Sisters können unsere Studierende lernen, Verantwortung für Kinder zu übernehmen, die aus verschiedenen Gründen Nachteile in Kauf nehmen müssen. Studierende der Psychologie, des Lehramts oder der Pädagogik können durch ihre Teilnahme bei BBBS in der Praxis üben, was sie im Studium theoretisch lernen. Sie haben die Möglichkeit, selbst als positives Role-Model zur Verfügung zu stehen und die Resilienz der Kinder zu fördern. Das sind eine der wichtigsten Grundlagen für ihren späteren Beruf.“

 

 

BBBS – Jetzt auch in Klagenfurt

Big Brothers Big Sisters Österreich steht für mehr Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und den Austausch quer über Generationen und alle Lebensrealitäten und fördert somit auch die Integration in Österreich.

Das Schulmentoring in Klagenfurt wendet sich an Kinder im Volksschulalter und in herausfordernden Lebenssituationen, wie z.B. Trennung der Eltern, Erkrankung eines Familienangehörigen, Fluchthintergrund, u.v.m.  Ziel ist, dass Kinder von der zusätzlichen Unterstützung profitieren. Für Kinder und die Familien ist die Teilnahme kostenfrei.

Schüler und Schülerinnen werden einmal in der Woche von Studenten und Studentinnen der Universität Klagenfurt begleitet, um voneinander zu lernen, die Bildungsmotivation und Schulorientierung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie mit den Inhalten österreichischer Kultur und Bildungsinstitutionen vertraut zu machen. Die Mentorinnen und Mentoren stellen also ein erweitertes soziales Netzwerk und positive Rollenvorbilder im Umfeld der Kinder dar.